IKS-Wissen worauf es ankommt
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Weiterbildung zum Orientierungsplan
Baden-Württemberg
(Bausteine 1 bis 5, für Leitungskräfte 1 bis 6 gem. den Vorgaben des Kultusministerium BW)

Modulbeschreibung (auch als Download)


Terminübersicht 2017

Der baden-württembergische Orientierungsplan greift die Grundsätze der Förderung nach §§22,22a SGB VIII  auf, betont die Kinderperspektive und geht deshalb von den Motivationen der Kinder aus: „Was will das Kind?“, „Was braucht das Kind?“ und „Was kann das Kind?“ Er wurde in den letzten Jahren entwickelt, erprobt und mit der Fassung vom 11. März 2011 im Amtsblatt Kultus und Unterricht veröffentlicht. Er ist in den Zielen verbindlich. (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport (2014) Orientierungsplan)

Damit die im Orientierungsplan vorgegebenen Ziele in der Praxis umgesetzt werden können, wurde vom Kultusministerium eine Vorgabe zur Weiterbildung aller pädagogischer Fachkräfte in Baden Württemberg verfasst. Das IKS ist gemäß gutachterlicher Äußerungen des Kultusministeriums zur Durchführung dieser Weiterbildung berechtigt.

In fünf (für Leitungskräfte sechs) Bausteinen,  wird spezifisches Wissen zum Orientierungsplan vermittelt und Fertigkeiten wie die Beobachtung der Kinder, das Erstellen eines Portfolios, sowie die zu führenden Bildungs- und Entwicklungsgespräche mit den Eltern erworben. Für den Baustein 4 können Sie zwischen verschiedenen Pflichtwahlmodulen wählen, hier beraten wir Sie gerne.

 

Baustein 1
Chancen des Orientierungsplans - Fokus Bildungsräume

Referent/in     Birgit Laux   Erzieherin, Natur- und Umweltpädagogin, Kreative Sozialtherapeutin,
                                             Fachbuchautorin

Mit dem Orientierungsplan hat das Land Baden Württemberg den Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen konkretisiert. Dieses Seminar gibt eine Einführung in den Orientierungsplan und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Bedeutung der Bildungsräume.

„Raum als Erzieher“ - dieses Schlagwort verdeutlicht die Bedeutung des Raumes für den Selbstbildungsprozess des Kindes. Kinder brauchen eine anregungsreiche Umgebung, die ihr Tun herausfordert und unterstützt.

Zu erwerbende Kompetenzen

 

Baustein 2
Bildungswege der Kinder beobachten und dokumentieren
Portfolio

Referent/in       Birgit Laux   Erzieherin, Natur- und Umweltpädagogin, Kreative Sozialtherapeutin,  
                                             Autorin päd. Fachbücher

„Bildung meint die lebenslangen und selbsttätigen Prozesse zur Weltaneignung von Geburt an. Bildung ist mehr als angehäuftes Wissen, über das ein Kind verfügen muss“. (Orientierungsplan S. 19) Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten betont die Wichtigkeit der frühen Förderung und Begleitung individueller Bildungs- und Entwicklungsprozesse jedes Kindes sowie deren Beobachtung und Dokumentation. Ausgangspunkt des pädagogischen Handelns sind das Bedürfnis, die Motivation, die Themen und Lebenssituationen jedes einzelnen Kindes. Die Arbeit mit den Kindern setzt an deren Stärken und Kompetenzen an. Kernziel ist die ganzheitliche Entwicklung jedes Kindes. Dies hat Auswirkungen auf die Grundhaltung und Professionalität der Erzieherin.

Das Pädagogische Portfolio unterstützt Fachkräfte dabei, Bildungsprozesse in ihrem Berufsalltag wahrzunehmen und zu beobachten, Bildungsziele und Bildungspläne zu berücksichtigen und dabei das Kind individuell mit seinen Stärken im Blick zu haben. Ziel ist es, gemeinsam mit den Kindern Bildungsaktivitäten zu planen und die eigene Arbeit, auch im Team, zu reflektieren. Alle diese Prozesse werden in einem Pädagogischen Portfolio dokumentiert und zusammengeführt.

Zu erwerbende Kompetenzen

 

Baustein 3
Elterngespräche - Erziehungspartnerschaft zum Wohle des Kindes

Referent/in    Christine Zeller       Dipl. Sozialarbeiterin, Sozialwissenschaftlerin M.A.

„Für den Aufbau einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ist der regelmäßige Austausch ein bedeutender Baustein. Ein strukturiertes Elterngespräch über die Entwicklung des Kindes ist mindestens einmal jährlich zu führen.“ (Orientierungsplan S. 52)

Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindertageseinrichtungen macht hier klare Vorgaben. Es geht darum, Eltern als Partner in der Erziehung des Kindes zu sehen und zum Wohle des Kindes in regelmäßigem Austausch und Kontakt zu sein.

Für die geforderten Gespräche erwerben Sie entsprechende Kompetenzen, diese professionell und partnerschaftlich zu führen. Das setzt die Auseinandersetzung mit der Rolle der Eltern und der pädagogischen Fachkraft für die Entwicklung und Bildung des Kindes voraus.

Zu erwerbende Kompetenzen

 

Baustein 4
Sprudelbrause, Regenbogenlicht und Magnetismus
Naturwissenschaftliche Bildung in Kindertageseinrichtungen

Referent/in     Birgit Laux   Erzieherin, Natur- und Umweltpädagogin, Kreative Sozialtherapeutin,
                                            Autorin päd. Fachbücher

„Naturphänomene, Technik und Mathematik sind Teil der kindlichen Lebenswelt und üben eine große Faszination auf Kinder aus. Kinder probieren schon früh aus, welche Gegenstände schwimmen und welche sinken…“(Orientierungsplan S. 101)
Kinder erforschen ihre Umwelt mit allen Sinnen und erweitern dabei ständig ihr Bild von der Welt. Dieser Prozess erfordert enorme Denkleistungen, die für die begleitenden Pädagogen nicht immer ersichtlich sind. Gerade die Naturwissenschaften bieten ein spannendes und umfangreiches Feld, die Welt in allen ihren Phänomenen zu entdecken und zu verstehen.

Warum blitzt und donnert es, wohin läuft der Schatten und warum fällt der Mond nicht vom Himmel? Wie entstehen Töne oder das Wetter?

Sie erwerben Kompetenzen adäquat auf diese Fragen einzugehen. Gemeinsam mit den Kindern wird die Welt zum Labor und zur Lernwerkstatt für naturwissenschaftliche Zusammenhänge aus belebter und unbelebter Natur.

Zu erwerbende Kompetenzen

 

Baustein 4
So hoch in den Himmel wie ein Baum
Einführung in die Naturpädagogik

Referent/in    Birgit Laux   Erzieherin, Natur- und Umweltpädagogin, Kreative Sozialtherapeutin,
                                           Autorin päd. Fachbücher

Waldkindergärten, Naturtage, Projektwochen und Waldausflüge bieten Kindern ein spannendes Feld, die Natur mit allen Sinnen zu erleben, zu erkunden und zu begreifen. Direktes Naturerleben wird für Kinder heute wichtiger denn je. Kinder lieben es, draußen im Wald zu stöbern, zu staunen und dabei Tiere, Pflanzen und Steine zu entdecken. Gerüche, unbekannte Geräusche wie Tierstimmen, der Kontakt mit dem Erdboden und andere vielfältige Sinneserfahrungen schulen die Wahrnehmung und fördern den Respekt und die Achtung vor dem Lebendigen, vor allem, wenn die Kinder dabei entsprechende Vorbilder erleben. Entdeckerspiele und Wahrnehmungsübungen fördern das Staunen und vermitteln spielerische Naturerfahrung, Artenkenntnis und Zusammenhangswissen.

Zu erwerbende Kompetenzen

 

Baustein 4
Bildungs- und Entwicklungsfeld Körper
Achtung - fertig - los! Etwas erleben im bewegten Kindergartenalltag

Referent/in       Dominik Schiffmann   Dipl. Sportwissenschaftler, Erlebnispädagoge,
                                                           Hochseilgartentrainer

Die Erlebnispädagogik als multidisziplinarische und ganzheitliche Intervention nimmt einen immer größeren Platz im Entwicklungsprozess von Kindern und Jugendlichen ein.

Dieses Seminar gibt einen Überblick über und einen Einblick in verschiedene Bereiche der Erlebnispädagogik. Der Bewegungsraum wird als Erlebnis- und Abenteuerraum im bewegungswissenschaftlichen Kontext entdeckt.

In Anlehnung an das im Orientierungsplan Baden Württembergs formulierte Bildungs- und Entwicklungsfeld Körper erleben wir im Bewegungsraum gemeinsame Abenteuer, reisen in entfernte Länder und beweisen großen Mut beim Erklimmen hoher Berge.

Zu erwerbende Kompetenzen

 

Baustein 5
Sprachbildung und Sprachförderung
Mit Sprache spielen – Sprache lernen

Referent/in    Monika Loder  Logopädin und Schauspielerin

Über die Aneignung sprachwissenschaftlicher und entwicklungspsychologischer Grundlagen richtet sich der inhaltliche Fokus verstärkt auf die Gestaltung einer sprachanregenden Umgebung in der pädagogischen Einrichtung.
Dazu gehören im Teil 1 der Fortbildung das Herausarbeiten der Grundlagen kommunikativer Fähigkeiten mit dem Schwerpunkt auf Wortschatz und Grammatik.
Teil 2 der Fortbildung hat das Erarbeiten und Hervorheben der sog. Literacy-Fähigkeiten des Kindes zum Thema.
Während beider Fortbildungstage geht es auch um die Rolle der pädagogischen Fachkraft als BeobachterIn und LenkerIn in einem ko-konstruktiven Bildungsprozess und ihre Bedeutung als Sprachvorbild

Zu erwerbende Kompetenzen

Bitte mitbringen

 

Baustein 6
Qualitätsmanagement in Kindertageseinrichtungen
Weiterentwicklung und Qualitätssicherung

Referent/in       Babara Huber-Kramer   Erzieherin, Betriebswirtin, Leiterin einer Kita

Kindertageseinrichtungen erfüllen einen gesetzlichen Auftrag. Welche Ansprüche an die Qualität der Kindertagesstätten gibt es aus der Sicht der gesetzlichen Regelungen, die sie zu erfüllen haben und wie kann deren Umsetzung gelingen?

Qualitätsmanagement umfasst ein aktives Handeln, bei dem durch die Anwendung von geeigneten Techniken und Methoden, Qualität in den Kindertageseinrichtungen erreicht und gesichert werden kann 

Zu erwerbende Kompetenzen